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BPC-157: Nicht zugelassenes Peptid avanciert zur

Nicht zugelassenes Peptid avanciert zur Wunderdroge Zur Selbstoptimierung sind in den USA offenbar viele Menschen bereit, das Risiko einer Anwendung von nicht zugelassenen Peptiden einzugehen. / © Adobe Stock/Vasyl Eine lesenswerte Recherche zu dem umstrittenen Peptid BPC-157, das sich zumindest in den USA immer mehr Menschen verabreichen, obwohl eine Zulassung fehlt, erschien jetzt in »Undark«, einem nach eigener Aussage gemeinnützigen und redaktionell unabhängigen Online-Magazin, das sich mit den Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft befasst. Die Wissenschaftsplattform »STAT« coveröffentliche den Artikel. Die Journalistin Sara Talpos hatte für Undark zu BPC-157 recherchiert und zeichnet in dem Beitrag nach, wie dieses Peptid mit denkbar dünner Humandatenlage zum Lieblingsobjekt von Podcastern, Wellness-Kliniken und der Make-America-Healthy-Again-Bewegung (MAHA) avancierte. Diese Entwicklung wirft Fragen im Kontext eines evidenzbasierten und gesundheitspolitisch verant

Context first

Study findings do not automatically establish clinical benefit, safety, dosing, or suitability for an individual.

Nicht zugelassenes Peptid avanciert zur Wunderdroge

Zur Selbstoptimierung sind in den USA offenbar viele Menschen bereit, das Risiko einer Anwendung von nicht zugelassenen Peptiden einzugehen. / © Adobe Stock/Vasyl

Eine lesenswerte Recherche zu dem umstrittenen Peptid BPC-157, das sich zumindest in den USA immer mehr Menschen verabreichen, obwohl eine Zulassung fehlt, erschien jetzt in »Undark«, einem nach eigener Aussage gemeinnützigen und redaktionell unabhängigen Online-Magazin, das sich mit den Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft befasst. Die Wissenschaftsplattform »STAT« coveröffentliche den Artikel.

Die Journalistin Sara Talpos hatte für Undark zu BPC-157 recherchiert und zeichnet in dem Beitrag nach, wie dieses Peptid mit denkbar dünner Humandatenlage zum Lieblingsobjekt von Podcastern, Wellness-Kliniken und der Make-America-Healthy-Again-Bewegung (MAHA) avancierte. Diese Entwicklung wirft Fragen im Kontext eines evidenzbasierten und gesundheitspolitisch verantwortlichen Umgangs mit pharmazeutischen Wirkstoffen auf.

Den Ausgangspunkt des Rechercheberichts bildet Dr. Flynn McGuire, Assistenzarzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation an der University of Utah, der im Frühjahr 2024 erstmals auf die Substanz stieß. Da weder er noch Kollegen das Präparat kannten, initiierte er einen formalen Literaturreview. Das Ergebnis war ernüchternd, denn nahezu alle publizierten Erkenntnisse zu BPC-157 stammten von einer einzigen Forschergruppe in Kroatien um Professor Dr. Predrag Sikiric, emeritierter Pharmakologe an der Universität Zagreb, der seit der Erstbeschreibung 1992 mehr als 150 Arbeiten zu »Body Protection Compound 157« publiziert hat.

In Nagermodellen konnte das Team um Sikiric zeigen, dass BPC-157 die Angiogenese fördert, Entzündungen dämpft und die Heilung von Sehnen, Bändern und Muskeln beschleunigt. Nebenwirkungen wurden in den Arbeiten kaum dokumentiert.

Aus seiner dürftigen Rechercheausbeute zieht McGuire ein eindeutiges Fazit: Menschen sollten die Substanz nicht verwenden. Die Diskrepanz zwischen dem aktuellen Hype und der dünnen bis nicht vorhandenen Evidenz sei schlicht grotesk, so der Mediziner.

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